Schlafstörungen

Der gesunde Mensch hat meist einen guten Schlaf. Aber auch er hat immer wieder einzelne Nächte, in denen er nicht gut schläft. Das ist meist unproblematisch und braucht nicht überbewertet zu werden. Wann wird jedoch ungenügender Schlaf oder häufige Schlafunterbrechungen zum Problem? Dies ist individuell zu sehen. Der eine leidet massiv unter den Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen; für den anderen sind dieselben Schwierigkeiten scheinbar kein Problem.

Damit wird klar, dass wir eine möglichst objektive Sichtweise dieser Problematik benötigen. Und die gibt es auch tatsächlich. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass ausgeprägte Schlafstörungen meist nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Symptom zu verstehen sind. Sie können ein Warnhinweis des Körpers auf eine andere Störung sein – und diese Störung gilt es zuerst einmal herauszufinden und zu behandeln. Problematisch ist immer der chronische Zustand, also ein nicht ausreichender Schlaf über längere Zeit. Denn dies wird auf Dauer zu einer zunehmend herabgesetzten geistigen und körperlichen(!) Leistungsfähigkeit führen.

Schlafstörungen können jedoch auch ein erster und unbedingt ernstzunehmender Hinweis für einen chronischen Stresszustand darstellen. Dieser Zustand, auch als „Neurostress“ oder „Stresskrankheit“ bezeichnet, schädigt auf Dauer den Organismus. Er kann für sich schon zu gravierenden organischen Schädigungen (z.B. der Nebenniere oder des Gehirns) führen. Auch das Risiko, z.B. an Herzinfarkt oder Schlaganfall oder Diabetes zu erkranken, ist deutlich erhöht. Nicht zuletzt ist die Gefahr der Entstehung eines Burnouts gegeben.