Burnout

Bei der Vorbeugung und Therapie von Burnout ist es wichtig, dass der Betroffene seine gesamten Lebensumstände betrachtet und an einigen Punkten ändert. Dazu gehört z.B. der Schlaf- und Wachrhythmus, körperliche Betätigung, Alkohol- und Nikotingenuss, Wohnsituation, Hobbys oder eben auch der Arbeits- und Ruherhythmus. Um es an Letzterem beispielhaft zu verdeutlichen: Das "Handbuch Kneipps", die Bibel, gibt als Empfehlung und Gebot: "6 Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tage sollst du ruhen."  Dieser Ratschlag hat mindestens zwei Aspekte:
Erstens: Es ist zwischenzeitlich wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Einhaltung eines solchen Lebensrhythmusses einen positiven Einfluss auf das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum hat. Ein Tag in der Woche ohne Arbeit und mit deutlichem Kontrastprogramm zu den Tätigkeiten unter der Woche wirkt sich positiv und gesundheitsfördernd aus und es kann alleine schon durch die Umsetzung dieser Empfehlung eine Verbesserung der Symptomatik bei Burnout eintreten. 
Zweitens: Die Empfehlung lautet aber auch umgekehrt, an 6 Tagen zu arbeiten. Ein Mensch, der gesundheitlich in der Lage ist zu arbeiten, tut sich nichts Gutes, wenn er sich nicht eine Aufgabe und Arbeit sucht, die ihn an diesen sechs Tagen der Woche ausfüllt. Jeder Mensch benötigt ein Tätigkeitsfeld, in dem er sein Engagement einbringen und seine Kreativität ausleben kann und erfährt, dass er gebraucht wird und dabei Positives bewirken kann. Und sei es nur, dass er in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen und nicht auf die finanzielle Zuwendung von anderen angewiesen zu sein. 
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die übliche Dauer einer Vollbeschäftigung heute 5 Tage in der Woche sind. Wenn nun z.B. ein Manager oder Lehrer, die zu den stark burnoutgefährdeten Berufsgruppen gehören, fünf Tage in der Woche im Büro oder der Schule aktiv sind und von Termin zu Termin eilen, dann kann dieser sechste Tag (Samstag), der ja auch der Arbeit gewidmet sein sollte, z.B. mit einer körperlichen Tätigkeit im Garten oder durch Sport oder ähnliches ausgefüllt sein. Auf jeden Fall könnte der sechste Tag schon ein deutliches Kontrastprogramm zum Arbeitsalltag darstellen. Körperliche Betätigung und Arbeit an der frischen Luft bieten sich geradezu an. Auch hier ist wie in so vielen Bereichen die richtige Balance das Entscheidende. Dieses Kontrastprogramm kann einen wesentlichen Betrieb leisten, einem Burnout durch den stressigen Manager- oder Lehreralltag vorzubeugen. 

Termine / News

Anfahrt

Sebastian Kneipp

"Das Beste, was man gegen eine Krankheit tun kann, ist etwas für die Gesundheit zu tun."